Krawatten und Karneval – Fastnachtmuseum auf der Suche nach Krawatten

Krawatten Spende zu Gunsten des Fastnachtsmuseum in Kitzingen.

Zeit für neue Krawatten.   krawatten

Aus einem aktuellen Bericht der Main Post ist das deutsche Fastnachtsmuseum auf der Suche nach alten Krawatten. Diese planen im November 2014 eine neue  Abteilungen zu eröffnen. Hier soll es eine Ausstellung zum Thema „Männer und Frauen in Karneval und Fastnacht“ geben. Ein Teilbereich wird der „Weiberfasching“ oder wie im Rheinland dazu gesagt "Weiberfastelovend" sein, hier möchte das Museum mit einer „Krawatteninstallation“ diesem Bereich des deutschen Karnevals gedenken.

Also wenn Sie mal Ihren Kleiderschrank entrümplen wollen, um Platz für neue Krawatten zu schaffen, können Sie diese an das Museum in der Luitpoldstraße in Kitzingen schicken.

Die Hochburg des Weiberfastnachts liegt in Beuel, einem Stadtteil von Bonn. Hier rebellierten die Waschfrauen und an dem Donnerstag vor Karneval ruhte die Arbeit und die Frauen übernahmen das Regiment. Bereits 1824 schlossen sich die Wäscherinnen zum Alten Damenkomitee von 1824 e. V. zusammen um am bisher rein männlichen Karneval teilnehmen zu können. Auch heute noch ist Beuel die Hochburg des weiblichen Karnevals und die Wäscheprinzessin übernimmt hier um 11 Uhr 11 die Macht im Rathaus.

Weiberfastnacht gilt im Rheinland als inoffizieller Feiertag, die meisten Firmen schließen ab mittag und es wird nicht mehr gearbeitet. Das Feiern beginnt traditionell um 11 Uhr 11. Weiberfastnacht ist der Beginn des Straßenkarnevals. Straßen, Kneipen und Plätze sind voller maskierter und verkleideter Personen.

Einer der wichtigsten Bräuche an diesem Tag ist das Abschneiden der Krawatte durch die Frauen. Die Krawatte steht hier als Symbol der männlichen Macht. Die Männer laufen dann den Rest des Tages nur noch mit einem Krawattenstumpf herum, aber zum ausgleich gibt es ein Bützchen (Küsschen) das für den Zeitweisen Verlust ihrer Macht entschädigen soll.

Doch Vorsicht, obwohl ein gut bekannter Brauch sollte man den Träger vorher fragen, denn ohne Zustimmung kann eine Eigentumsverletzung vorliegen. Dies entschied vor einigen Jahren das Amtsgericht Essen zugunsten eines Klägers, dem als Kunde eines Reisebüros in Essen die Krawatte abgeschnitten wurde. 

Gefällt Ihnen das? Teilen Sie es:

Related posts:

Schreibe einen Kommentar